Hirnschlag2019-04-25T15:12:06+00:00

Hirnschlag

Zu einem Hirnschlag (Stroke) oder Schlaganfall kommt es aufgrund einer akuten Durchblutungsstörung des Gehirns. Ursachen sind üblicherweise eine Gefäßverkalkung oder Blutgerinnsel aus dem Herzen. Aufgrund der weitverbreiteten Riskofaktoren (hoher Blutdruck, hohe Blutfette, hoher Blutzucker, Rauchen, Bewegungsmangel) kommt es meistens erst im höheren Lebensalter zu Schlaganfällen, die die häufigste Ursache bleibender Behinderungen sind. Aber auch junge Menschen können, z.B. aufgrund von Herzfehlern, Verletzungen der hirnzuführenden Schlagadern oder seltener genetischer Erktrankungen Opfer von Schlaganfällen werden.

Leitsymptom ist das plötzliche Einsetzen einer meist halbseitigen Lähmung oder Gefühlsstörungen, seltener auch isolierte Sehstörungen, Schwindel und Ausfälle im Gesichtsbereich. Ein Schlaganfall ist ähnlich wie ein Herzinfarkt ein medizinischer Notfall (auch wenn meistens keine Schmerzen bestehen oder Symptome sich zurückbilden) und erfordert die umgehende Alarmierung des Rettungsdienstes. Zum Ausschluß einer Hirnblutung ist immer eine Computertomograhie erforderlich. Spezialisierte Behandlungszentren („Stroke Units“) versuchen die Hirndurchblutung möglichst rasch (innerhalb weniger Stunden, jede Minute zählt!) wieder herzustellen oder das Ausmaß des Schadens zu begrenzen. Danach muß oft eine Rehabilitationsbehandlung in einer speziellen Einrichtung angeschlossen werden, die u.a. Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie neuropsychologisches Training und Maßnahmen zur Wiedereingliederung und Vermeidung erneuter Schlaganfälle beinhaltet. Folgezustände nach Schlaganfällen umfassen chronische Lähmungen und Behinderungen, Schmerzen und epileptische Anfälle.

Eine Vorbeugung von Schlaganfällen ist in erster Linie durch frühzeitige Kontrolle der oben genannten Risikofaktoren möglich und sollte möglichst schon im jugendlichen Alter beginnen. Migränepatienten haben ein geringfügig erhöhtes Schlaganfallsrisiko, wobei aber die häufigen Auren praktisch nie zu bleibenden Schäden führen. Allerdings ist beim erstmaligen Auftreten einer Migräneaura die Abgrenzung zu Schlaganfällen gelegentlich schwierig.

 

Handeln Sie sofort!
Wenn aufgrund der Symptome ein Hirnschlag oder eine Streifung vermutet wird, sollten Sie unverzüglich das nächstgelegene Stroke Center aufsuchen oder notfallmässig die Rettung (Tel. 144) alarmieren.

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