Pollenallergie und Migräne – gibt es einen Zusammenhang?

SRF News berichtet darüber, dass mehr Menschen in der Pollensaison unter Migräneanfälle leiden.

Können Pollen Migräne auslösen?

Viele Menschen mit Pollenallergie berichten, dass Migräneanfälle während der Pollensaison häufiger auftreten. Dadurch entsteht häufig die Frage, ob ein Zusammenhang zwischen Pollenallergie (Heuschnupfen) und Migräne besteht.

Die wissenschaftliche Evidenz dazu ist jedoch bisher nicht eindeutig. Ein klarer Ursache-Wirkung-Zusammenhang konnte bislang nicht nachgewiesen werden.

Was sagt die medizinische Praxis?

Auch aus klinischer Sicht zeigt sich kein einheitliches Bild. Dr. Reto Agosti beobachtet in der Praxis keine klare Häufung von Migräneanfällen während der Pollensaison.

Vielmehr scheint Migräne durch verschiedene individuelle Faktoren beeinflusst zu werden, darunter:

  • hormonelle Veränderungen
  • Stress
  • Schlafmangel
  • Wetter- und Umweltreize
  • individuelle Trigger (Auslöser)

Diese Faktoren können sich bei Betroffenen unterschiedlich stark auswirken.

Individuelle Ursachen im Fokus

Da Migräne eine komplexe neurologische Erkrankung ist, spielen individuelle Auslöser eine zentrale Rolle. Eine sorgfältige Dokumentation der Symptome – beispielsweise in einem Migräne-Tagebuch – kann helfen, persönliche Trigger besser zu erkennen.

Gerade während der Pollensaison kann es sinnvoll sein, verschiedene Einflussfaktoren gemeinsam zu betrachten, anstatt von einem einzelnen Auslöser auszugehen.

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