Spezialsprechstunden

Krankheiten betreffen nicht nur den Körper, sondern beeinflussen auch die Psyche. Migräne, Clusterkopfschmerzen und Spannungskopfschmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität und Lebensgestaltung erheblich. Als Folge davon fühlen sich vor allem Menschen mit chronischen Kopfschmerzen oft zermürbt und sie ziehen sich zurück. Dabei kann es zur Entwicklung von Ängsten und Depressionen kommen. Psychotherapie kann wirksam und unterstützend im Behandlungsprozess eingesetzt werden.

Psychotherapie ist eine anerkannte und in ihrer Wirksamkeit gut belegte Methode zur Therapie verschiedener psychiatrischer Krankheitsbilder. Dabei geht es um das therapeutische Benutzen von Kommunikation. Im Rahmen der therapeutischen Beziehung kommt es durch eine bewusste Interaktion zwischen Therapeuten und Patienten zu einer Erfahrungs- und Erlebniserweiterung, die durch lernbare Beeinflussung von Denken, Verhalten und Wahrnehmung hilfreich ist, Krankheit zu überwinden. Nach einer individuellen Problemanalyse werden Patienten dabei unterstützt, bessere Bewältigungsstrategien im Umgang mit den Symptomen zu entwickeln und ihre persönlichen Ressourcen zu aktivieren. Selbstbestimmung, Fürsorge, Respekt, Empathie und Partizipation als wichtige Werte prägen die therapeutische Beziehung mit Patienten. Ein grosses Gewicht wird auf stabile und verlässliche therapeutische Beziehung gelegt, im Zentrum stehen Vertrauen und Konsensbildung.

Das psychotherapeutische Angebot richtet sich nach dem sog. «störungsorientiertem Modell» und beinhaltet Elemente aus der systemischen und interpersonellen Therapie sowie auf klärungsorientierten Ansätzen auf der Basis der klassischen kognitiven Verhaltenstherapie. Ergänzt wird das psychotherapeutische Angebot mit ärztlicher Hypnotherapie und Entspannungsverfahren mit dem Ziel, den individuellen Problemkonstellationen der Patienten eine bestmögliche Behandlung anzubieten. Weiterhin umfasst das Therapieangebot die Pharmakotherapie inkl. Phytotherapie (pflanzliche Präparate). Die Entscheidung über eine medikamentöse Behandlung wird in Zusammenarbeit mit dem Patienten sorgfältig überprüft.

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Die Neuropsychologie beschäftigt sich mit Verfahren zur Diagnostik und Therapie hoher Hirnfunktionen. Dazu zählen unter anderem Aufmerksamkeit und Konzentration, Gedächtnis, Sprache und mathematische Fähigkeiten, aber auch Reaktions- und Verarbeitungsgeschwindigkeit bei Denkprozessen, Auch Krankheitsverarbeitung, Problemlösen, Planen und emotionale Prozesse sind Gegenstand dieses Faches.

Neuropsychologische Tests sind hilfreich zur Diagnose, Abgrenzung, und Abschätzung von Krankheiten mit intellektueller Minderbegabung, Demenztypen oder von Defiziten nach Hirnschädigung (z.B. durch Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder Entzündung). Vielfach ist die neuropsychologische Diagnostik auch hilfreich zur Planung neurochirurgischer Eingriffe, z.B. bei Epilepsie oder zur Begutachtung bei Fragen der Auswirkungen einer Hirnschädigung oder Krankheit auf wichtige Felder des Alltags (Berufseignung, Fahrerlaubnis etc.).

Schließlich umfassen neuropsychologische Tätigkeitsfelder auch Training von Aufmerksamkeit, Wahrnehmung oder Gedächtnis, aber auch Krankheitsverarbeitung, soziale Kompetenz und Umgang mit Problemsituationen.